Jagd - Kritik

WEIL WILDTIERSCHUTZ WICHTIG IST

Tessin, Uri, Wallis

»Für die Tiere ist das Leben auf dieser Welt die Hölle, und ihre Teufel sind die Menschen. Himmelschreiende Ruchlosigkeit mit welcher der christliche Pöbel gegen Tiere verfährt, sie lachend tötet, verstümmelt oder martert« Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph

Kanton wusste schon lange vom Wolf – die Hirten nicht

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Alppächter Armin Andenmatten (54) ist wütend auf die Walliser Jagddienststelle: Sie verschwieg zwei Monate lang, dass Wölfe unterwegs sind. Mehr

Wolf-Abschussbewilligung im Wallis: Mit der Flinte löst man keine Probleme

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Erneut hat der Kanton Wallis eine Abschussgenehmigung für einen Wolf erteilt. Dies obwohl die Resultate der DNA-Analyse zurzeit noch nicht vorliegen und damit nicht geklärt ist, ob tatsächlich ein Wolf drei Rinder auf der Alp du Scex gerissen hat.

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Jäger erlegen weniger Tiere

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Steinschläge, Lawinen und der Verkehr machen dem Urner Wild zu schaffen. Aber auch der Luchs hat im vergangenen Jahr wieder vermehrt zugeschlagen. Mehr...

Pelzfellmarkt im Wallis

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Pelztragen ist Gewissenssache. Seit den 70-iger Jahren besteht dieser Slogan, der sich vor allem gegen Pelzfarmen richtet. Den Handel mit Pelzfell gibt es auch in der Schweiz. Der Grund: In der Schweiz gibt es so viele Füchse, dass man sie jagen muss. Ruth Seeholzer hat einen Jäger auf der Jagd und anschliessend auf den Pelzfellmarkt begleitet.

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Altes Jagdhandwerk

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In der Schweiz gibt es nur noch zehn aktive Falkner - Personen, die mit Greifvögeln auf die Jagd gehen. Die Falknerei entstand vor über 3500 Jahren in Mittelasien und erlebte im Hochmittelalter ihre Blütezeit. Der Walliser Klaus Agten zeigt, wie die Jagd mit dem Greifvogel funktioniert.

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Luchs in Andermatt geschossen

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In der Nacht sind alle Kat­zen grau – Füchse aber auch. Dies wurde einem Jäger zum Ver­häng­nis. Ein ver­meint­li­cher Fuchs ent­puppte sich als Luchs.

Der­zeit ist im Kan­ton Uri Pass­jagd. Ziel die­ser Jagd ist es, den Bestand von Füch­sen, Dach­sen und Mar­dern zu regu­lie­ren. «Der Fuchs ist anfäl­lig auf Krank­hei­ten und deren Über­tra­gung, ins­be­son­dere bei einer Über­po­pu­la­tion», erklärt Beat Annen, Vor­ste­her des Amtes für Forst und Jagd. Die Pass­jagd fin­det in der Nacht statt. Die Jäger befin­den sich an einem gemel­de­ten, fixen Stand­ort – bei­spiels­weise eine Baum­hütte oder ein Stall – und pas­sen den Tie­ren ab.

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Die grünen Gewalttäter machten dieses Jahr weniger Beute

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Die Tes­si­ner Waid­män­ner haben an der dies­jäh­ri­gen Hoch­jagd weni­ger Beute gemacht, als sonst. Zwi­schen dem 1. und 19. Sep­tem­ber erleg­ten rund 2000 Jäger ins­ge­samt 2414 Rehe, Hir­sche, Gäm­sen und Wild­schweine. Dies ent­spricht fast 200 Tie­ren weni­ger als im Durch­schnitt der letz­ten fünf Jahre.

Die Ziele seien wohl etwas zu hoch gesteckt gewe­sen, kom­men­tiert der Prä­si­dent der Tes­si­ner Jagd­ver­ei­ni­gung, Marco Mon­dada, die Zah­len. Ins­be­son­dere bei den Hir­schen und Rehen wur­den weni­ger Tiere geschos­sen als vor­ge­se­hen, sagt er gegen­über der Tes­si­ner Tages­presse. Nur bei den Wild­schwei­nen ver­zeich­ne­ten die Jäger mit 623 Abschüs­sen ein durch­schnitt­li­ches Jagd­re­sul­tat. Den Schwarz­kit­teln dürfte es auch in den Win­ter­mo­na­ten Dezem­ber und Januar noch ein­mal an den Kra­gen gehen. Die ande­ren Tier­be­stände müss­ten von Region zu Region abge­klärt wer­den, führt Mon­dada wei­ter aus. Der harte Win­ter 2008/2009 hat laut Mon­dada beson­ders im Ble­nio­tal und in der Leven­tina dem Wild­be­stand zuge­setzt. In die­sen Tälern durf­ten des­halb heuer keine Rehe geschos­sen wer­den. Es wur­den aber ins­ge­samt auch weni­ger Hir­sche und Gäm­sen getötet.

Wie das kan­to­nale Amt für Jagd und Fische­rei mit­teilt, ist dies­mal auch die Zahl der Jagd­ver­ge­hen gesun­ken. Vier Patente muss­ten ein­ge­zo­gen wer­den, unter ande­rem wegen Jagens mit ver­bo­te­ner Waffe oder bei Nacht. Aus­ser­dem gin­gen beim Jagd­auf­se­her 182 Selbst­an­zei­gen ein, vier mehr als im ver­gan­ge­nen Jahr.

Die Pilz­samm­ler durf­ten heuer erst­mals auch wäh­rend der Jagd­zeit ihrem Hobby nach­ge­hen. Der Kan­ton ver­zich­tete auf ein Sam­mel­ver­bot in die­sen Tagen. Ohne Zwi­schen­fälle, wie Marco Mon­dada zufrie­den fest­stellt. Das Zusam­men­ge­hen der fun­giatt und der cac­cia­tori sei im Süd­kan­ton gelun­gen.

Wildschweine sind eigentlich ein natürlicher Bestandteil der heimischen Fauna.

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Man sieht sie nicht, aber sie sind da. Ta g s ü b e r blei­ben sie ve r s t e c k t im dich­ten Gebüsch oder in schwer zugäng­li­chen Wäl­dern. Doch nach Ein­bruch der Dun­kel­heit wer­den sie aktiv: Wild­schweine, urige, vor Kraft strot­zende Vier­bei­ner, die aus­ge­wach­sen mehr als 150 kg auf die Waage brin­gen kön­nen. Lange Zeit waren diese fas­zi­nie­ren­den Tiere im Tes­sin wie auch in der gesam­ten Schweiz aus­ge­rot­tet. Erst 1981 über­quer­ten die ers­ten von Süden kom­men­den “Schwarz­kit­tel”, wie Jäger die Wild­schweine auch nen­nen, im Mal­can­tone wie­der die italienisch-eidgenössische Grenze. Seit­dem rük­ken sie ste­tig wei­ter nach Nor­den und Wes­ten vor, vor­bei an Bel­lin­zona und hin­ein in die Täler der Region Locarno.

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Fehlbaren Jägern geht es an den Kragen

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SEIT Anfang die­ses Monats wird in den Tes­si­ner Wäl­dern und auf den Höhen wie­der scharf geschos­sen. Es ist Jagd­zeit. Dabei wur­den letzte Woche 900 Tiere erlegt, rund 300 weni­ger als im letz­ten Jahr. Genauer: 450 Gäm­sen, 280 Hir­sche und 150 Rehe fie­len dem Jagd­trieb zum Opfer. Bei den Wild­schwei­nen waren es deren 280, dies ent­spricht in etwa der Zahl von 2008.

Um land­wirt­schaft­li­che Kul­tu­ren zu schüt­zen, hat­ten die Tes­si­ner Jagd­auf­se­her bereits zwi­schen Januar und August ins­be­son­dere Wild­schweine, aber auch einige Hir­sche und Rehe vor die Flinte genom­men. Gior­gio Leoni, Vor­ste­her des kan­to­na­len Amtes für Jagd und Fische­rei, schätzt die Summe der von den Huf­tie­ren ange­rich­te­ten Schä­den auf den Fel­dern und in den Reb­ber­gen auf rund 250’000 Franken.

Doch nicht nur die Vier­bei­ner muss­ten in den ers­ten Tagen der Jagd ihr Fell las­sen: Drei Jägern wurde von der Auf­sicht umge­hend das Patent ent­zo­gen. Zwei tru­gen die geschos­se­nen Tiere nicht in die Kon­troll­blät­ter ein. Ein Drit­ter jagte in der Dun­kel­heit bei Schein­wer­fer­licht und mit einem Gewehr mit Schalldämpfer.

Die Hoch­jagd dau­ert im Tes­sin noch bis zum 20. Sep­tem­ber, im angren­zen­den Kan­ton Grau­bün­den acht Tage län­ger mit einer Pause zwi­schen dem 14. und 20. die­ses Monats. (tessiner-zeitung)

 

Jäger melden verdächtige Kollegen

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Am Wochen­ende endet im Tes­sin die Hochwild­jagd. Vor allem Wild­schweine und Hir­sche muss­ten dran glau­ben, sie stan­den auf­grund einer Über­be­völ­ke­rung im Wald ganz oben auf der Abschuss­liste. Knapp 2500 erlegte Huf­tiere ver­buchte eine erste Bilanz in den ver­gan­ge­nen Tagen. Der Wert liegt laut Jagd­auf­sicht im Rah­men der ver­gan­ge­nen Jahre. Dassel­be gilt lei­der auch für die Anzahl der Ver­stösse gegen die Jagd­vor­schrif­ten. Sechs Lizen­zen wur­den zurückgezo­gen, in fünf Fäl­len erstat­te­ten die Auf­se­her Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Schies­sen ohne Jagd­schein, Ver­wen­dung von Schusswaf­fen mit Infrarot-Zielsuche, nächt­li­ches Jagen, Ein­satz von Halo­gen­lam­pen und die Unter­schla­gung von Beu­te­tie­ren an den Kon­troll­punk­ten: das waren in die­ser Sai­son die gra­vie­rends­ten Vor­fälle in den Rei­hen der Jäger. „Lei­der zer­stö­ren ein­zelne Per­so­nen den Ruf einer gan­zen Verei­nigung, deren Mit­glie­der ansons­ten ver­ant­wor­tungs­voll han­deln,“ sagt Fabio Croci, Mit­ar­bei­ter der kan­to­na­len Jagd­auf­sichts­be­hörde. „Ohne die Jagd wür­den sich Wild­schweine, Hir­sche und Rehe unkon­trol­liert ver­meh­ren.“ Das schade nicht nur den Bäu­men und Fel­dern, son­dern vor allem ihnen sel­ber. Krank­hei­ten könn­ten aus­bre­chen, Nah­rungs­mit­tel knapp wer­den.

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»Jagd-Gegner wird man nicht aus Langeweile, sondern aus Kenntnis über diese Tierquälerei«

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