Der Braunbär, der im Juni durch das Münstertal und Unterengadin trottete, ist identifizert. Es handelt sich um ein aus dem Trentino (I) eingewandertes, zweieinhalb Jahre altes Männchen, dem die Italiener die Bezeichnung «M2» gaben.
Graubünden
»Das Ziel der Jäger ist, die Zahl ihrer Opfer konstant hoch zu halten. Die Umwelt würde sich selbst optimal erhalten mit einem inneren Regelungsmechanismus, ohne dass der Mensch schießt. Ich sehe für die Jagd wirklich keine andere Funktion, als dass es ein Vergnügen ist. Die Jagd dient nur den Jägern.« Bruno Bassano (Nationalpark Gran Paradiso, Italien)
Weidezäune als Gefahr für Wildtiere
Elektroweidezäune können für Wildtiere zu einer tödlichen Falle werden. Die Polizei warnt vor dem unsachgemässen Umgang mit mobilen Weidenetzen.
Vor allem für die Kleinviehhaltung werden die Elektroweidenetze häufig verwendet. Sie dürfen jedoch nur aufgestellt werden, wenn auch tatsächlich Tiere weiden, wie die Polizei am 9.7.2010 mitteilte.
Der Zaun müsse korrekt aufgebaut und unterhalten werden sowie unter genügend starkem Strom stehen. Nach der Abweidung muss der Zaun sofort entfernt werden.
Qualvoller Tod
Wenn die Vorschriften nicht genügend beachtet werden, stellen die Netze eine tödliche Gefahr für Wild- und Weidetiere dar. Verfängt sich ein Tier, kann es sich unter Umständen nicht mehr befreien und stirbt qualvoll.
Bauern wollen dem Bündner Bären an den Kragen
Nachdem der umtriebige Bär erneut zugeschlagen hat, geben Behörden nun Hinweise zur Verhaltensweise gegenüber dem Bären, sollte ihn jemand antreffen. Ein Abschuss steht derzeit nicht zur Diskussion. Mehr...
Nach zwei Jahren wieder ein Bär im Kanton Graubünden?
Der Braunbär ist offenbar wieder zurück in Graubünden.
Laut dem Bündner Amt für Jagd und Fischerei hat ein Polizist am Donnerstagmorgen im Münstertal einen Bären beobachtet - dies aus rund 170 Metern Entfernung. Die Beobachtung sei glaubwürdig. Sie passe zu verschiedenen Meldungen aus dem angrenzenden Südtirol.
Im Kanton Graubünden ist seit zwei Jahren kein Braunbär mehr aufgetaucht. Der letzte war "JJ3", der im Frühling 2008 von einem Wildhüter erschossen wurde, nachdem er sich immer wieder in bewohntem Gebiet herumgetrieben hatte.
In Graubünden sömmern 140 000 Tiere auf Alpen
Es sei eine Frage der Zeit, bis wieder ein Braunbär nach Graubünden komme. Neben Wildtieren gibt es aber weitere Gefahren für die 140 000 Tiere, die Jahr für Jahr auf Bündner Alpen gesömmert werden. Mehr...
Mehr Wildschutzgebiete sollen Jagd erleichtern

Graubünden erhöht die Anzahl der Wildschutzgebiete, reduziert aber ihre Grösse. Das Konzept von mehr, dafür kleineren Schutzarealen soll die Regulation der Wildbestände mit der Jagd erleichtern und die regionale Verteilung der Tiere verbessern.
Keine Scheu vor einem toten Reh
Der Oberstufenlehrer Richard Gaudenz organisiert Projektwochen in Chur, wo Schüler lernen mit Pfeil und Bogen auf Kunsttofftiere zu schiessen und mit Schusswaffen zu hantieren. Auch das Töten und Ausnehmen von Fischen stand auf dem Programm.
Graubündens Schande
Menschen tragen Kleider, Tiere tragen Pelz. Wenn die Menschen von dem Grauen wüssten, das diese Tiere erleiden, um einen haarigen Streifen Haut zu liefern, der getränkt ist in Chemikalien, um ihn vor der Verwesung zu bewahren, würde es ihnen die Kehle zuschnüren. Gröllende Jäger, mit stolz gewölbter Brust, alkoholisiert und lachende Sprücheklopfer, neben den vielen toten Tieren am Fellmarkt in Thusis 2010!
Keine Entschädigung wegen gefrässigen Hirschen
Zwei Früchteproduzenten aus Landquart erhalten vom Kanton definitiv keine Entschädigung für ihr von Hirschen abgefressenes Erdbeerfeld. Keine Rolle spielt laut Bundesgericht, dass der Kanton Aargau in einem Parallelfall den Schaden zum Teil übernommen hat.
Notmassnahmen als Ergänzung der Wildhege
Der Kanton Graubünden will am bisher bewährten System einer ökologisch orientierten Bewirtschaftung der Wildbestände festhalten. Die wichtigsten Massnahmen bleiben die konsequente und nachhaltige Umsetzung der Jagdplanung und der Schutz der Winterlebensräume des Schalenwildes mit Ruhezonen. Um Situationen von grossen Wintersterben aufgrund von ausserordentlich harten Wintern zu entschärfen, wurden auf regionaler Ebene Notmassnahmenkonzepte erarbeitet. Der extreme Winter 2008/2009 hat hohe Fallwildverluste verursacht. Ein früher Winterbeginn, extreme Schneelagen entlang des Alpenhauptkammes und ein winterlicher März haben dem Wild in den Bergen im letzten Winter hart zugesetzt. Diese Situation ist von verschiedenen Seiten kritisiert worden, unter anderem war sie auch im Grossen Rat ein Thema. Das Amt für Jagd und Fischerei hat die Situation sorgfältig analysiert. Um in Zukunft ähnliche Krisensituationen zu entschärfen, wurden die Hegekonzepte um Notmassnahmen ergänzt.
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